Lutherische Kirchenmission

Bleckmarer Mission

Zwei Vikare aus Südafrika in Deutschland unterwegs

Vikare aus Südafrika in der SELK unterwegs.
Begeisterung über das Land der Reformation.

Bergen-Bleckmar (Kreis Celle) 3.11.2007 -selk- „Wir sind dankbar für die Möglichkeit, eure Kirche, die Gemeinden und viele einzelne Personen kennen zu lernen“ beschreibt Vikar Vusi Diang Bojane aus Soweto, Südafrika, seine Eindrücke nach gut einer Woche Besuch in Deutschland. Er und Vincent Cane besuchten als Gäste am Wochendende die Kirchenbezirkssynode Niedersachsen-Süd der SELK in Gifhorn und wurden -im Rahmen des Missionsberichts- spontan um Grußworte gebeten. Zur Freude der Synodalen trug bei, dass die Synode bereits erste Früchte der erlernten deutschen Sprachkenntnissen der beiden Vikare ernten konnte. Der Unterricht wird in Bleckmar erteilt, wo sich eine 16-jährige junge Frau aus der St. Johannisgemeinde (SELK) Bleckmar als Deutschlehrerin erprobt und dabei laut eigener Aussage viel Spaß „mit meinen Jungs“ erlebt. Nach ersten Eindrücken von gegenwärtiger Kirchenmusik des Jugendchors Tarmstedt in der Concordiagemeinde Celle (Evang.-Luth. Freikirche), einer Predigt durch Vincent Cane in Bleckmar, einem Besuch im Spätgottesdienst mit Taufe und Abendmahl in der Kleinen Kreuzgemeinde Hermannsburg und die aktive Teilnahme an der Bleckmarer Mini-Freizeit zur ChurchNight rund um den Reformationstag, einen Abstecher mit dem Missionsdirektor nach Tarmstedt sind die beiden Vikare zum Wochende mit dem Zug nach Memmingen gereist. Aufregende Minuten wegen einer knappen Verspätung wurden per Handy mit dem Missionsdirektor geklärt, Pfarrer Helmut Poppe führte am Samstagnachmittag „in Ulm und um Ulm“ und um das Ulmer Münster herum, eine Stippviste zum Bodensee ist für den Sonntag nach dem Predigtdienst in der Memminger SELK-Gemeinde anvisiert. Beide Vikare sind begeistert von den bisherigen Eindrücken in Deutschland.

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Der Besuch der Vikare aus der Lutherischen Kirche im südlichen Afrika (LCSA), die 1967 aus der Missionsarbeit der LKM seit 1892 hervorgegangen ist und eine bedeutende Schwesterkirche der SELK ist, diente in Gifhorn auch zum Kennenlernen der gegenwärtigen Missionsarbeit der Lutherischen Kirchenmission -Bleckmarer Mission- in Deutschland. Da Missionsdirektor Markus Nietzke selbst vor 14 Jahren die Missionsarbeit unter Spätaussiedlern in Gifhorn begann, die 1996 zur Gründung der Philippusgemeinde Gifhorn führte, konnte er aus den eignen Erfahrungen seiner Missionsarbeit vor Ort berichten und seine damalige missionarische Strategie erläutern.

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Zwei weitere Missionsprojekte der LKM sollen in der kommenden Woche besucht werden: Im Rahmen der jährlichen Gespräche zwischen Superintendenten des Kirchenbezirks der Lausitz, den Pfarrern und Kirchenvorstehern des Pfarrbezirks Cottbus-Döbbrick-Senftenberg und Vertretern der Missionsleitung kommt es zu einer Begegnung in Cottbus-Döbbrick. Am nächsten Wochende steht dann Leipzig auf dem Programm, nachdem in Groß Oesingen Zwischenstation gemacht wird, wo es eine Einführung in den Bereich Printmedien, deren Erstellung, Druck und Auslieferung geben wird. Die Vikare werden voraussichtlich die Trinitatisgemeinde (SELK) Leipzig und deren missionarische Arbeit mit Migranten besuchen und -weil recht nahe gelegen- einen Abstecher nach Wittenberg machen und dabei bedeutungsvolle Stätten lutherischer Theologie und Kirche erleben. Damit geht ein geäußerter Wunsch beider Vikare in Erfüllung: „Einmal im Land der Reformation die Wirkungsstätte Luthers besuchen!“

 

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