Lutherische Kirchenmission

Bleckmarer Mission

Unglaubliche Herausforderung in Tshwane, Südafrika

Unglaubliche Herausforderungen am Seminar in Tshwane, Pretoria, Südafrika.
Neues Seminargelände in zentraler Lage in Aussicht genommen.

Bergen-Bleckmar (Kreis Celle) / Pretoria / Südafrika: „Wie oft stand das Seminar vor solchen Entscheidungen?“ fragt Dr. K.P.P. Wilhelm Weber (jun) aus Tshwane, Südafrika in der neuen Ausgabe der LTS-Post. Gemeint ist damit die größte Herausforderung vor der die Theologische Ausbildungsstätte in Südafrika je stand. Um die drängende und nimmerendende Sorge um ausreichenden Wohnraum, Platz und Lehrgebäude (weil immer wieder zahlreiche Studenten in Anmarsch sind, zum Teil zu Fuß über weite Strecken) dieser einmaligen Hochschule in Afrika in den Griff zu bekommen, bietet sich jetzt eine unglaubliche Gelegenheit: Das Seminargelände „St. Peter“ der römisch-katholischen Kirche in Südafrika in der Hauptstadt Südafrikas steht zum Verkauf an. In zentraler Lage gelegen, mit allen notwendigen Gebäuden, notwendigen sanitären Anlagen und mehr als genügend Wohnraum könnte durch den Erwerb dieses Gebäudes und Grundstücks allen konfessionell-lutherischen Kirchen Afrikas bis tief in dieses Jahhundert hinein ein Campus geboten werden, wie sich dieses voraussichtlich nie wieder bieten wird. Es wäre die Gelegenheit, eine solide bauliche Basis für lutherische Lehrtätigkeit in Afrika zu legen. Einzige Fußangel: Das Objekt kostet ca. € 3 Mio. Davon hat das Seminar knapp € 1,5 Mio zusammen, u.a. durch ein verbürgtes Kaufangebot des bisherigen Geländes und der dortigen Wohnräume. Es fehlt also knapp die Hälfte des Geldes. Dr. Weber wandte sich bereits an Freunde, Förderer und Sponsoren des Seminars in aller Welt (USA, Deutschland) und hofft – auf ein Wunder.

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Selbstkritisch meint der gebürtige Südafrikaner: „Die Zeit wird uns lehren, ob dieses eine Gelegenheit oder eine Ablenkung war.“ Trotzdem muß sich der umsichtige Theologe auch so schon Gedanken genug machen: „Studenten aus Kwa Zulu-natal, Gauteng und North-West, sogar aus dem frankophonen Afrika und den USA haben sich um Studienplätze beworben.“ Seine größte Sorge ist, wie diesen Studenten ein Studienplatz angeboten werden kann, wo sie wohnen werden und wie ein Absage (weil es keinen Wohnraum oder genügend Studiermöglichkeiten gibt) zu vermeiden ist.

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Das Lutherisch-Theologische Seminar in Pretoria geht auf eine Gründung auf der Missionstation Salem, nahe Piet Retief in Südafrika zurück, es wurde vor allem durch an seinem zweiten Standort Enhlanhleni und den dort wirkenden Dozenten wie Dr. W. Weber (sen), Bischof Dr. G. Schulz, Dr. D Mattson (USA) aber auch Lehrern wie T. Rathsefola und anderen einheimischen Lehrern in Deustchland und den USA bekannt. Seit sieben Jahren ist das Seminar im urbanen Umfeld Pretorias angesiedelt, jüngst wurde ein Missionar der Lutherischen Kirchenmission -Bleckmarer Mission- dorthin entsandt. P. A. Wittenberg soll die dort stark anwachsende Seminargemeinde betreuen und missionarische Akzente setzen.

Im deutschen Herbst nahmen Christina Willkomm aus Hamburg und Missionar Daniel Schmidt aus Francistown, Botswana, Lehraufträge am Seminar wahr. Im kommenden Jahr wird Prof. Dr. W. Klän aus Oberursel im Auftrag der Lutherischen Kirchenmission zwei Lehraufträge in Pretoria wahrnehmen. Neben regelmäßigen Spenden aus der SELK ist dieses das, was die LKM leisten kann. Das nun diese unglaubliche Herausforderung zu bewältigen wäre, wünscht sich die Missionsleitung der LKM durchaus. Sie kann keine finanziellen Mittel zur Verfügung stellen, aber das, worum Weber in seinem Newsletter „LTS-Post“ bat, tut sie gerne: In der Fürbitte, das dem Seminar ausreichende Studenten, Lehrende und der notwendige Platz dazu von Gott geschenkt werden möge, tritt sie gerne mit ein.

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