Lutherische Kirchenmission

Bleckmarer Mission

Spendenaufruf für Opfer des Zyklons in Mosambik

Pretoria/Beira, 21.3.2019 – aktualisiert am 18.4.2019 – LKM-Missionar Carlos Walter Winterle (Pretoria) berichtet, was er von seinen Kontakten aus der Lutherischen Concordia-Kirche Mosambik bisher in Erfahrung bringen konnte:
„Der Katastrophentag hat Mosambik getroffen! 90% der Stadt Beira ist zerstört. Die meisten Häuser sind ohne Dach, weil es vom Zyklon Idai in der zweiten Märzwoche abgerissen wurden. Dachbleche flogen herum und schnitten Menschen den Kopf ab. Bisher wurden mehr als 200 Leichen gefunden, aber es wird vorhergesagt, dass allein in Zentralmosambik mehr als 1.000 Menschen umgekommen sind, darunter in Beira und Chimoio, Städte, in denen unsere lutherische Kirche – die ICCM – sehr aktiv ist. Der Wirbelsturm hatte auch die Nachbarländer Malawi und Simbabwe erfasst.
Die Kirche in Beira, aus Pappe und schwarzem Kunststoff, wurde mehrmals überflutet, und jetzt hat der Zyklon alles zerstört. Das Dach des Hauses, in dem der Evangelist Chadreck lebt, der für die Jesus-Erlöser-Gemeinde verantwortlich ist, und das auch als Raum für Gottesdienst, Unterricht und Begegnung dient, wurde abgedeckt, und Chadreck und seine Frau und zwei Kinder haben nun keinen Platz mehr, wo sie geschützt wohnen und schlafen können. (Foto).

Nach dem Zyklon: Das Haus der Kirche in Beira ist schwer beschädigt.

Die starken Regenfälle, die diese Region schon vor dem Zyklon verwüstet hatten und auch die Region Sena betroffen hatten, in der sich unser Kirchenhauptquartier und das Ausbildungsszentrum befinden, haben die Pflanzen auf den Feldern zerstört. Nach Informationen der Brüder in Mosambik ist dies in diesem Jahr das vierte Mal, dass sie gesät haben, aber Stürme und Überschwemmungen lassen den Mais und andere Kulturen nicht reifen. Die Gefahr des Hungers ist in diesem Jahr sehr groß.

Schon vor dem Zyklon gab es Überschwemmungen, die die Ernte vernichteten, wie hier ein Maisfeld.

Die Kommunikation wurde unterbrochen, weil die Sendemasten zerstört sind, und ich erhalte selten eine Nachricht von Bruder Abel oder Bruder António. Die anderen Kontakte, die ich habe, sind verstummt, einschließlich unseres treuen Fahrers, der immer Kontakt mit mir aufnimmt.
Ich hatte geplant, Ende April/Anfang Mai mit Dr. John Messmann und Pastor Rômulo Santos Souza dorthin zu fahren, um einen weiteren Abschnitt des theologischen Ausbildungsprogramms zu leiten; aber vorerst haben wir die Pläne abgesagt, weil der Flughafen geschlossen ist und die Straßen und Brücken zerstört wurden. Darüber hinaus wird bereits gewarnt vor der Gefahr von Epidemien, wenn der Wasserstand sinkt.
Es ist an der Zeit, sich bewusst zu werden und den Brüdern von Mosambik zu helfen. Alle Gaben, die in den nächsten drei Wochen an die „Diakonie Katastrophenhilfe“ geschickt werden, sind für die humanitäre Hilfe bestimmt, um Lebensmittel, Wasser, Dachblech und schwarze Planen zu kaufen, und für Saatgut, um eine neue Aussaat zu versuchen.
Besuchen Sie https://www.tagesschau.de/ausland/mosambik-zyklon-109.html oder geben Sie ‚Zyklon Idai Mosambik‘ in eine Suchmaschine ein, und Sie sehen Videos und Berichte, die zeigen, wie tragisch die Situation dort ist.
Inmitten der Katastrophe verlieren die Brüder nicht den Glauben, sondern vertrauen auf den Herrn und Erlöser und warten auf die Hilfe der Brüder im Glauben.

Psalm 57 drückt sehr gut die Situation der Katastrophe, die die Brüder durchmachen, und den Glauben, den sie haben, aus:
Sei mir gnädig, Gott, sei mir gnädig! Denn auf dich traut meine Seele, und unter dem Schatten deiner Flügel habe ich Zuflucht, bis das Unglück vorübergehe.
Ich rufe zu Gott, dem Allerhöchsten, zu Gott, der meine Sache zum guten Ende führt …
Mein Herz ist bereit, Gott …
Denn deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen.

Pastor Carlos Walter Winterle, Koordinator des Theologischen Ausbildungsprogramms in Mosambik“

 

Am 18. April schickte Missionar Winterle einen neuen Informationsbrief:

Mosambik Newsletter April 2019 Deutsch

 

Information für Deutschland /Länder der EU:
In Absprache mit der Lutherischen Kirchenmission (LKM) und dem Diakonischen Werk der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (DW-SELK) bitten wir um Spenden unter dem Stichwort „Mosambik“ auf das folgende Konto:

DW SELK – Evangelische Bank
IBAN: DE 04 5206 0410 0000 0048 80
BIC: GENODEF1EK1

Spenden, die über die Diakonie-Katastrophenhilfe eingehen, werden von Pastor Carlos Winterle in enger Absprache mit den Verantwortlichen der Partnerkirche in Mosambik eingesetzt. Die Spendengelder werden umgehend ohne jeden Abzug dem angegebenen Zweck zugeführt.
Bei Vorlage der Durchschrift erkennt das Finanzamt Spenden bis 100,00 € an. Bei höheren Beträgen wird Ihnen – bei Angabe von Namen und Anschrift – eine Spendenbescheinigung zugesandt.

Ein englischsprachiger Link:
https://edition.cnn.com/2019/03/18/africa/cyclone-idai-africa-intl/index.html

Fotos: Abel Sifa, Sena/Beira

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