Lutherische Kirchenmission

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„Nou Ruz“ in Leipzig: Neujahrsfest unter Iranern

„Nou Ruz“ heißt auf persisch „Neuer Tag“ und ist ein Neujahrsfest unter Iranern. Das Fest ist schon tausende Jahre alt und hat in Iran trotz Verbote des Islams eine große Bedeutung: ein Freudenfest, das den Frühling und das neue Leben nach dem Winter begrüßt. Im Zoroastrismus wird auch eine Überwindung des Guten über das Böse betont. Im Iran hat der Islam nunmehr den Schwerpunkt auf die Revolution und die Überwindung des Shahs für sich in Anspruch genommen.
„Wie dem auch sei, christliche Perser können und müssen dazu auch etwas sagen“ meint Hugo Gevers, Missionar in Leipzig. „Auch Christen feiern die wunderbare Schöpfung, die Gott uns gegeben hat. Auch wenn die Natur von der Sünde verdorben ist, wie es der Römerbrief Kapitel 8, 22und 23 sagt: ‚Denn wir wissen, daß die ganze Schöpfung bis zu diesem Augenblick mit uns seufzt und sich ängstet‘ führt er weiter aus. „Wir Christen wissen auch, daß durch das Kreuz und die Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus, die Hände des Satans gebunden sind und der Tod nicht das letzte Sagen hat. Diese Tatsachen betonen wir in unserem christlichen Nou Ruz, das zufällige Weise in diesem Jahr in der Osterzeit fiel“.

Eigentlich feiert man „Nou Ruz“ 13 Tagelang. Das Fest beginnt mit einem Feuertanz und endet mit einem Ausflug in die Natur. Am Hauptfesttag „Nou Ruz“ wird ein Tisch mit sieben Gegenständen gedeckt, die alle mit dem persischen Buchstaben „Sin“ beginnen. Die Gegenstände betonen alle in irgendeine Weise das Wunder des neuen Lebens in der Natur. Auch ein Fisch auf dem Tisch darf nicht fehlen. An „Nou Ruz“ wird Musik gespielt und fröhlich getanzt. Gäste werden eingeladen.

„Das Fest bietet eine einmalige missionarische Gelegenheit für Christen, zu betonen, was für uns neues Leben und Auferstehung bedeutet!“ meint Gevers. Also wurde auch in der Leipziger St. Trinitatisgemeinde (SELK) um Ostern herum fröhlich „Nou Ruz“ gefeiert.

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