Lutherische Kirchenmission

Bleckmarer Mission

Neues aus Botswana – Missionar Mothlantlosi Sebeelo

SEROWE

In Serowe haben wir sonntags zwei Gottesdiesnte, einen in Englisch und einen in Setswana. Während der englische Gottesdienst von 9:00 bis 10:00 gefeiert wird, folgt der in Setswana und dauert von 10:30 bis 12:30.
Die englische Gemeinde

In unseren englischsprachigen Gottesdienst kommen Menschen aus verschiedenen afrikanischen Ländern und beten zusammen mit Liebe und Freude, obwohl sie doch eigentlich – von Hause aus – verschiedene Sprachen sprechen. Das zeigt uns, dass – selbst wenn wir von Sprache, Hintergrund oder Farbe verschieden sein mögen: in dem HERREN sind wird doch eins.

Die Menschen kommen aus Uganda, Zimbabwe und Tansania. All diese Menschen spüren das geistliche Bedürfnis nach einer Kirche. Sie begegnen einander in Liebe und Freundschaft und lieben es gemeinsam den Leib und das Blut des HERRN zu empfangen und in gemeinsam zu preisen. Wenn ihr Zahl auch gering sein mag, so sind sie doch vereint in diesem Tun.

Setswana Gemeinde
Der Gottesdienst in Setswana wächst und gedeiht. Wir hoffen, dass GOTT uns weiter die Möglichkeit geben wird, in seinem Dienst zu wirken. Die aktivsten Gemeindeglieder in Serowe sind Frauen. Sie sind es die jene Aufgaben erledigen, die eine Gemeinde am Leben erhalten. Sie lieben es Gottes Wort zu hören und sie sind es, die den Missionar in seiner Arbeit am Sonntag unterstützen.

Sie könnten nun fragen, warum „nur“ die Frauen?- Die meisten von ihnen sind Witwen oder noch nicht verheiratet. GOTT allein weiß, was die Zukunft bringen wird. Ich bete regelmäßig darum, dass ER diese Frauen stärken möge auf ihrem Weg und das sie – eines Tages mit dem Apostel Paulus sagen können: „hinfort ist mir beigelegt die Krone der Gerechtigkeit, welche mir der HERR an jenem Tage, der gerechte Richter, geben wird, nicht aber mir allein, sondern auch allen, die seine Erscheinung liebhaben.“ (2.Tim4,8

Wir sehen es immer wieder, daß es die Frauen sind die unsere Gemeinden, Kirche, Gemeinschaften, etc mit ihrer Arbeit und ihrem Engagement am Leben erhalten.

Konfirmationen
In der letzten Zeit habe ich drei Damen aus Serowe – von denen eine kürzlich nach Gaberone verzogen ist – auf die Konfirmation vorbertet. Sobald die beiden verbliebenen von der Landarbeit zurückgekehrt sein werden, werden wir die Konfirmation feiern.

Jugendarbeit und Sonntagsschule

Im Augenblick gibt es bei uns nur eine Handvoll Jugendliche. In der Zeit, die Missionar Christoph Weber hier wirkte, gab es ein Projekt unter dem Namen „Der gute Samariter“ – leider konnte die Arbeit hier nicht auf gleichem Niveau fortgesetzt werden.

Etliche der Jugendlichen kommen aus Dörfern in der näheren und weiteren Umgebung. Zu längeren Ferien fahren diese Jugendlichen zu ihren Eltern auf die Viehposten und Dörfer. Jetzt, da sie wieder zurückgekehrt sind, werde ich versuchen die Arbeit wieder aufzunehmen.
Beuchsdienst
In der Gemeinde Serowe halten wir fest an dem christliche Auftrag zum Besuchsdienst. Gemeinsam mit Frauen aus der Gemeinde besuche ich die alten und kranken um mit ihnen zu beten und Hausgottesdienste zu feiern.

Die Dame, die Sie auf diesem Bild sehen, ist Frau Felicia Sebina. Frau Sebina ist seit 7 Jahren gelähmt und konnte seit dem nicht mehr sprechen. Versorgt wird sie von ihrer jüngeren Schwester, die dafür auf ihre Arbeitsstelle verzichtet hat. Frau Sebinas Mutter lebt noch, kann sich aber auch kaum noch allein bewegen.

Wunderbarer Weise hat Frau Sebina nun wieder angefangen, langsam die Sprache zurückzugewinnen. Ihre Schwiegermutter dankte uns ausdrücklich für die Gebete und die Fürsorge, die sie durch die Gemeinde erfahren durfte. -Gelobt sein GOTT.

Sollten Sie, liebe Leser, Rat wissen, wie Frau Sebina weitergeholfen werden kann – zögern Sie nicht uns zu kontaktieren.

Wir danken GOTT für unsere Alten. Dafür, dass ER sie weiter bei uns sein lässt, so dass sie uns inspirieren und uns von der Vergangenheit erzählen können. Möge   ER sie uns noch lange erhalten.

Hausabendmahl

OTSE
Gleich zu Beginn möchte ich mich bei den Brüdern und Schwestern der LuthMiss aus Österreich herzlich für ihre Unterstützung in Gebet und Tat bedanken – vergelt’s GOTT.

Hilfsgüter, die mit Spenden der Luthmiss angeschafft werden konnten

Zweimal im Monat fahre ich für einen Gottesdienst nach Otse, normaler Weise unter der Woche, da ich sonntags in Serowe oder in Mahalapye Dienst tue.

Auch in Otse unterrichte ich Konfirmanden. Eine besondere Herausforderung hier ist die hohe Rate an Analphabeten.

Das Wort GOTTES wirkt weiter an diesem Ort. Schade ist, dass die anderen Basarwa von uns nicht erreicht werden, da zum Einen die Wege in den Busch zu weit sind, sie zum anderen aber nicht nach Otse ziehen können.
Ein Jammer ist dies, da GOTT doch sicher will, dass sie sein Wort hören und verstehen. Wie sollen wir diese Aufgabe bewältigen?

Missionar Mothlantlosi Sebeelo

gekürzte Fassung, übersetzt und bearbeitet von RZ

Antworten