Lutherische Kirchenmission

Bleckmarer Mission

Kurz vorgestellt: Missionar Mothlantlusi Sebeelo

Gnade und Friede für euch von Gott unserem Vater und von unserem Herrn Jesus Christus. „Ihr selbst wisst genau, dass der Tagdes Herrn kommen wird wie ein Dieb in der Nacht.“

Ich grüße Sie alle in der Hoffnung, dass es Ihnen – durch Gottes Gnade – gut geht. Ich danke dem Herren, der die seinen zu aller Zeit, in guten wie in schlechten Momenten, in tiefen Tälern, in Heimsuchung und Gefahr schützt und leitet und für sie sorgt.

Mir selbst geht es gut und ich hoffe mich auch in Zukunft guter Gesundheit zu erfreuen, so daß ich die Kraft haben werde,auch weiter meiner Berufung zu folgen.

Erlauben Sie mir Ihnen kurz von meiner geliebten Familie und mir zu erzählen.

Nach einer lange Durststrecke und viele Hochs und Tiefs habe ich endlich jenen Menschen gefunden, der mir immer gefehlt hat; wie sehr habe ich darum gebetet: der Allmächtige sei dafür ewiglich gepriesen.

„DIES IST DOCH BEIN VOM MEINEM BEIN UND FLEISCH VON MEINEM FLEISCH“

Ich war der glücklichste Mann, als ich den Brautpreis bezahlt hatte und damit alle Bedingungen erfüllt hatte. Ich erzähle Ihnen dies, weil Sie wissen müssen, dass man in unserer Tradition – hat man den Brautpreis nicht bezahlt – nicht als jemand akzeptiert wird der wirklich verheiratet ist – man wird als halber Mann betrachtet.

ÜBER MEINE ARBEIT IN:

SEROWE

Viel Neues gibt es nicht zu berichten, allerdings gibt es etwas, dass mir in letzter Zeit – besonders in Serowe – deutlich geworden ist: Die Gemeinden wollen ein wenig ‚geschupst werden‘, soll irgend etwas in ihnen erreicht oder muss etwas angepackt werden. Für mich ist das etwas, an dass ich mich erst noch gewöhnen muss, denn es entspricht weder meinem Naturell noch meiner bisherigen Vorstellung von gemeindlichem Miteinander – wir sind doch eine Familie in Christus, dem Haupt der Kirche und sollten dies durch Einmütigkeit bezeugen.

So ist es vorgekommen dass, wenn ich in Mahalapye bin um dort Gottesdienst zu halten, die Gemeinde in Serowe einfach draussen unter den Bäumen bleibt und ein Schwätzchen hält, ohne jedoch Anstalten zu machen sich zum Gottesdienst in die Kirche zu begeben.

Gibt es vielleicht irgendetwas, das ich hier nicht verstehe? Obwohl ich eigentlich gehofft hatte, dass bei einigen bereits mehr Verständnis für die Bibel und ihr Botschaft vorhanden sei – ich werde mit meiner Arbeit im Unterrichten fortfahren.

MAHALAPYE

Aus der Gemeinde Mahalapye gibt es nicht viel zu berichten. Ich bete anhalten zu meinem Herren, dass er die Menschen dort stärkt und sie nicht den Mut verlieren läßt – denn ob sie nun einen Pfarrer bei sich haben oder nicht, sie sind wahrhaftig in ihrer Einmütigkeit, ihrer Liebe und ihrem Respekt untereinander.

Sie ermutigen auch ihre Kinder mit in die Kirche zu kommen. Es ist eine Zeichen guter Elternschaft, die Kinder zur Sonntagsschule zu bringen, so dass sie Gottes Willen lernen können.

OTSE

Immer wieder danken wird dem Schöpfer Himmels und der Erden und bitten, dass immer bei den Brüdern und Schwestern aus Österreich sein möge, die uns mit iher Großzügigkeit unterstützen.

Ihnen gebührt der Dank der Basarwa, den sie mir jedes Mal entgegenbringen, der ich doch nur ein ihrem und Christi Auftrag handle.

Ich besuche Otse zweimal im Monat und es bedrückt mich, dass die Menschen die Hilfe die bringe eigentlich jedes Mal erwarten. Ich habe oft versucht ihnen zu verdeutlichen, dass ich ihnen nur einmal im Monat finanziell helfen kann und es mach mich traurig, wenn sie in ihrer Not und Enttäuschung, mit unter zu harten Worten gegen mich hinreißen lassen. Ich bin jedoch zuversichtlich, dass wir einander – je länger desto mehr – verstehen werden.

Summa:

„Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen, aber Gott hat das Gedeihen gegeben“, so wollen wir es halten und Gott wird der Saat Gedeihen geben.

Im Dienste Gottes, Missionar Mothlantlusi Seebelo

übersetzt von RZ

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