Lutherische Kirchenmission

Bleckmarer Mission

Erste Eindrücke von A. Geiß aus Serowe, Botswana

„Dumela Markus,o tsogile jang?“ d.h. „Guten Tag, Markus, wie geht es?“ in Setswana, der Hauptsprache Botswanas, deie ebenfalls in Teilen Namibias und Südafrika gesprochen wird. Mit dieser Grußformel meldet sich Andrea Geiß aus Serowe, Botswana, wo sie gerade ein Praktikum im Auftrag der Lutherischen Kirchenmission (LKM) wahrnimmt, im Missionshaus in Bleckmar. „Ja, da bin ich … in Afrika angekommen und am Computer auch. Das war in den letzten Tagen nicht so einfach, da die Internetverbindung wie du vielleicht weisst, etwas sehr empfindlich ist hier.“ In der Tat, obwohl in Serowe, am Rande der Wüste, bereits eine Überland-DSL-Verbindung hergestellt ist. Aber: „Ein Windstoß und nichts geht mehr … nun ja, das ist etwas übertrieben, aber die Gewitter der letzten Tage haben hier alles etwas lahmgelegt. Sehr kalt geworden ist es auch ganz plötzlich. Ich habe das Gefühl, schon in den ersten zwei Wochen alles von 14°-40° erlebt zu haben, das sind wirklich ziemliche Extreme hier.“

Geiß flog Mitte Oktober nach Botswana und wurde in Gaborone von Missionar Seifert und seinen Kindern empfangen und beherbergt. Später ging die Reise nach Serowe weiter, wo nun das Praktikum engagiert angegangen wird. Untergebracht sie bei Missionar Christoph Weber. Ihre ersten Eindrücke von dort sind sehr positiv: „Ich durfte schon viel sehen, erleben, ausprobieren und lernen. Die ersten Tswanasätze sitzen einigermassen, wenn Zeit ist, gibt Sigrid [Weber] mir etwas Unterricht. Wenn ich nach Serowe runterlaufe um einzukaufen oder ähnliches, kann ich meine ersten Sätze auch etwas trainieren, denn hier wird ja munter gegrüßt. Ich merke aber auch, dass es wahrscheinlich nicht möglich sein wird, mehr als ein paar Floskeln auf Tswana zu lernen, leider beschränkt sich deshalb die Unterhaltung mit vielen Gemeindegliedern und auch auf den Viehposten und in Otse auf die Begrüßung und Verabschiedung.“

Zu den Erkundungen gehört es, mit Gemeindegliedern oder dem Missonar vor Ort unterwegs zu sein. „In der Kalahariwueste war ich jetzt schon zweimal mit. Gestern wollte ich mit den Kindern dort eigentlich ein wenig Englisch machen, oder wenigstens etwas Malen, wenn sie noch zu klein sind (die Schulkinder sind ja meist nicht mehr auf den Viehposten). Leider waren am Donnerstag alle bei der ‚Mobile Clinic‘ auf einem anderen Viehposten und deshalb war nur eine Frau da und keine Kinder. Aber ich werde es nächste Woche nochmal versuchen.“ Englischunterricht sei eine Möglichkeit, sich einzubringen, berichtet Geiß weiter. Kleinere Tätigkeiten, wie das Schreiben von Dankesbriefen an Spender, Aufgaben zusammen mit der Missionarsfamilie ergänzen die Voluntärsarbeit.

CW Unterricht 1

Die Arbeit unter der San-Bevölkerung Botswanas ist eine der Pionieraufgaben der LKM in Botswana. Ein Engagement für die an HIV und Aids-Erkrankten unter dem Projekttitel: „Barmherziger Samariter“ wird seitens Spenden und Zuwendungen aus der SELK aber auch besonders aus Österreich gefördert. Dort ist die Lutherische Missionsgesellschaft (LUTMIS) dabei, Spenden und Gaben zu sammeln, die zum Erwerb eines Hauses zur Einrichtungen eines Waisenheims dienen werden. Mission und Diakonie gehen dabei Hand in Hand.


Ein Bericht von selk_news.

 

Tags: , , , ,

Antworten