Lutherische Kirchenmission

Bleckmarer Mission

Corona: Einschränkungen auch bei der LKM – Online-Angebot aus Leipzig

 

17.3.2020 /lkm  –  (aktualisiert 25.3.) Corona hält die Welt in Atem, und auch die Arbeit der LKM ist betroffen: Die für den 18. und 19. März angesetzte Jahreshauptversammlung des Missionskollegiums musste erst einmal ausfallen und wird, wenn möglich, in der zweiten Jahreshälfte nachgeholt. Andere Veranstaltungen im Missionshaus müssen ebenfalls abgesagt werden. Missionsfeste und andere Missionsveranstaltungen können nicht mehr stattfinden, so lange die Lage ist, wie sie ist. Andrea Riemann, die für viele Gemeindeveranstaltungen im März und April eingeplant war, ist vorzeitig zurück nach Brasilien gereist. Die Missionsleitung behalf sich 18. 3. am mit einer online-Sitzung, um wenigstens die wichtigsten Dinge zu besprechen. So wurde ein Nothaushalt in Kraft gesetzt, da über den normalen Haushaltsplan im Missionskollegium nicht beschlossen werden konnte. Mit der Rechnungsführung wurde Ulrich Schröder (Dresden) kommissarisch beauftragt, da die bisherige Rechnungsführerin Anne Schütze, wie schon länger anvisiert, zum 18. März aus der Missionsleitung ausgeschieden ist. Das Bleckmarer Büro der LKM bleibt – außer zu regulären Urlaubszeiten – besetzt. (Auch das Telefon scheint im Corona-Modus zu sein: Selbst die Telekom konnte bisher nicht klären, warum zeitweise keine Anrufe zur LKM möglich sind, man kann oft zwar von der Verwaltung nach „draußen“ telefonieren, aber nicht dort anrufen.Teilweise reißen Telefonate mittendrin ab. Bitte versuchen Sie es zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal oder schreiben Sie eine Email an mission.bleckmar[at]web.de.)

In Südafrika gelten Verhaltensregeln ähnlich wie in Deutschland. Missionar Peter Weber schreibt am 25. März: Uns geht es gut. Die Kinder müssen nicht zur Schule, wir schlafen morgens länger aber so richtige Urlaubsstimmung kommt nicht auf, weil wir uns doch auch Sorgen machen. Wir hoffen und beten, dass es nicht zu schlimm wird hier in Südafrika, weil unsere Krankenversorgung sicher nicht mit einer großen Katastrophe fertig werden kann.
In der Gemeinde ist es natürlich ruhig. Wir haben letzten Sonntag noch in Ohlangeni und Msikaba Gottesdienste gefeiert, in Msikaba sogar noch mit Abendmahl (kleine Kelche). Ich bin in Kontakt mit Gemeindegliedern ueber Whatsapp. Morgens schicke ich ihnen eine Andacht auf English, die in der FELSISA Jugend genutzt wird und bei der ich auch mitarbeite.
Zum Glück habe ich die Macadamiaplantage. Da habe ich jetzt viel Zeit, um richtig etwas zu schaffen. Vier Tonnen Kalk werde ich mit Fynn verteilen. Ausserdem habe ich 100 Liter Benzin gekauft, um ordentlich mit der Motorsenze zu wirken. Musa wird hier bei uns sein. Das heißt, wir können viel schaffen.
Gottesdienste feiern wir jetzt nicht mehr. Da werden wir die Gemeindeglieder ermutigen, selbst Epistel, Evangelium und Predigtext zu lesen und im Familienkreis zu singen und zu beten. So machen wir es auch hier zu Hause.

Ebenso schrieb Missionar Carlos Winterle am selben Tag aus Pretoria: Lídia und mir geht es gut. Aber jetzt sind wir völlig abgekapselt. Ich arbeite von zu Hause aus, denn Lidia und ich gehören zur Hochrisikogruppe. Das LTS hat am Mittwoch, dem 18. März, geschlossen, gerade vor einer Woche. Nur noch vier Studenten bleiben auf dem Campus: Einer aus Uganda, ein weiterer aus dem Sudan und zwei aus der Demokratischen Republik Kongo. Ich stehe mit ihnen über WhatsApp, E-Mail oder Telefon in Kontakt. Ich habe auch eine WhatsApp-Gruppe mit fast allen Studenten. Sie arbeiten am neuen Gemüsegarten und helfen, den Campus sauber zu halten.Die Dozenten versuchen, das Mögliche zu tun, geben den Studenten einige Aufgaben, arbeiten an den Akkreditierungsunterlagen…

In Leipzig schreibt Missionar Hugo Gevers an die Menschen im Umfeld des LKM-Begegnungszentrums „Die Brücke“ und der St. Lukaskirche: Ihr Lieben, die Kirchen sind geschlossen. Noch nie in der Geschichte der Kirche ist es passiert, dass Kirchen weltweit ihre Türen komplett schließen mussten. Wir rufen Gott an und fragen uns, was er uns damit sagen will? Wir müssen unbedingt den Anweisungen des Staates folgen. Denn es geht hier nicht um eine antichristliche Aktion, sondern es geht um den SChutz der Schwächsten in unserer Gesellschaft. Dennoch ist es unerträglich, dass Menschen in einer solchen Krise vor verschlossene Kirchentür stehen. DEshalb wollen wir Leuten die Gelegenheit geben, in die Kirche zu kommen und zu beten. Die Kirchentüren stehen bewusst weit offen, damit keiner eine Türklingel berühren muss. Wir bitten Sie, nur zum Gebet zu kommen und dann, so schnell wie möglich, die private Wohnung aufzusuchen und sich selbst von sozialen Kontakten fern zu halten. Wir wissen nicht, wie lange diese Gebete möglich sind. Solange sie erlaubt sind, werden wir jeden Mittag vor Ort sein und die Kirchentüren weit offen stehen haben.

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Die Tür zur Leipziger Lukaskirche mit Informationen

Seit 18. März stellt das „Brücke“-Team um Hugo Gevers und Kim Bueltmann kurze Passionsandachten jeweils auf Farsi, Deutsch und Englisch online, zu finden hier.

Professor Christoph Barnbrock von der Lutherischen Theologischen Hochschule Oberursel hat eine Liste mit den online-Angeboten aus dem Raum der SELK zusammengestellt, die laufend aktualisiert wird; zu finden ist sie hier.

Bitte behalten Sie die Missionsarbeit und alle Mitarbeiter der LKM, auch aller verbundenen Partnerkirchen und -organisationen in Ihrem Gebet. Bitte bedenken Sie auch, dass der LKM zurzeit Spenden aus gottesdienstlichen Kollekten fehlen, denn sämtliche Missionsveranstaltungen fallen aus. Wenn es Ihnen möglich ist, nutzen Sie den Weg über eine online-Spende. Danke!

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